Angststörung

Der Begriff Angststörung ist ein Sammelbegriff, ein Topf in den mehrere verschiedene Angsterkrankungen fallen.

Angst ist gesund! Angst ist eine normale Reaktion des Körpers und der Psyche auf verschiedene, furchterregende Situationen oder Ereignisse und schützt den Menschen vor eventuellen Folgen oder schlimmeren Erlebnissen. Insofern ist vorab festzustellen, das Angst per se nichts schlimmes ist und, in einem normalen Ausmaß, zum Menschen gehört. Erst wenn dieser “Normalwert” überschritten wird und die Angst ein ständiger Begleiter wird, spricht man von einer Angststörung.

Eine solche Angststörung kann sich völlig unterschiedlich äußern und ausdrücken, hat von Patient zu Patient andere Auswüchse und Symptome.

Grundsätzlich werden Angststörungen in zwei Bereiche kategorisiert; die Phobien und die schwer greifbaren Störungen, die ohne jeden ersichtlichen Anlass auftreten.

 

Konkrete Angststörungen sind beispielsweise:

 

Unspezifische Ängste:

 

Angsterkrankungen werden immer häufiger. Laut aktuellen Statistiken der deutschen Krankenkassen treten in einem Jahr bei 14% der Deutschen verschiedene Angststörungen bzw. psychische Probleme auf. Wie ihr seht: Ihr seid nicht alleine, auch wenn man das gerne mal denkt :)

Während Frauen wesentlich häufiger erkranken, scheinen die Männer zwar seltener aber heftiger betroffen zu sein. Studien bestätigen außerdem, dass es eine gewisse familiäre Anfälligkeit gibt, wobei hier noch nicht klar bewiesen ist, ob sich die Anfälligkeit für Panikattacken, Phobien und Co. erblich bedingt zeigt oder z.B. aufgrund von Erziehung und Lebenserfahrung ausprägt. Klar ist aber, das beide potentiellen Faktoren keine Garantie bilden – man kann erkranken, muss aber nicht. Für eine ausgewachsene Angststörung wie eine Agoraphobie gibt es verschiedene Ursachen, auf die wir in einem anderen Artikel auch näher eingehen.

Der Kreislauf, in den Menschen mit einer Angststörung geraten, ist das Schwierigste in der Behandlung. Die sogenannte Angst vor der Angst schränkt den Patienten stark ein und sorgt dafür, dass die Krankheit stets einen optimalen Nährboden hat und sich so in der Psyche weiter festigen kann. Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen und dies ist mittlerweile auch sehr gut möglich.

Verschiedene Therapieansätze wie z.B. die Konfrontationstherapie haben mittlerweile sehr gute Resultate und es ist möglich, eine Angststörung völlig zu besiegen und hinter sich zu lassen. Wie eine böse Grippe: Man erinnert sich sein ganzes Leben daran, ist aber nicht mehr krank.

 

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