Panikattacken Ursachen

Mittlerweile kennt die Wissenschaft viele Ursachen von Panikattacken und Faktoren, die Panikattacken bzw. Angstst?rungen ausl?sen k?nnen oder zumindest beg?nstigen. Dennoch ist dieses Gebiet noch nicht zu 100% erforscht und so manch einer von euch wird dabei sein, der keinen wirklichen Grund findet, warum es ihn getroffen hat. Fakt ist, das Panikattacken und Angsterkrankungen keines Wegs auf einen „schwachen Geist“, „kaputten Menschen“ oder ?hnliches hinweisen – dieses Vorurteil wird zwar gern bedient, ist aber keineswegs die Realit?t.

Angsterkrankungen wie die Agoraphobie mit Panikattacken ziehen sich durch s?mtliche Gesellschaftsschichten, Altersgruppen etc. Es gibt keinen bestimmten Typ Mensch, der besonders unter psychischen Erkrankungen zu leiden hat. Es gibt bei manchen psychischen Krankheiten sicherlich beg?nstigende Faktoren und auch Vererbung kann ein Thema sein, muss aber nicht. Die Ursachen f?r Agoraphobie, Panikattacken bzw. Panikst?rungen und Angstst?rungen lassen sich mittlerweile sehr gut darstellen.

 

Nicht jede Angst ist krankhaft und nicht jede Panikattacke entwickelt sich zu einer ausgepr?gten Angstst?rung!

 

Die Wissenschaft spricht heute von 3 Faktoren bzw. einer Formel, die Angst- und Panikst?rungen festigen k?nnen:

Anf?lligkeit + Ausl?ser + Aufrechterhaltung = Angstst?rung

 

Anf?lligkeit:

Jeder Mensch hat in seinem Leben bereits Angst versp?rt und evtl. auch eine Panikattacke erlebt. Angst ist eine normale Reaktion des K?rpers bzw. der Psyche und sch?tzt den Menschen z.B. in gef?hrlichen Situationen. Die Angst hat also positive Aspekte und ist wichtig f?r die Entwicklung des Menschen. Eine Panikattacke ist eine Mobilisierung des K?rpers, es werden alle Kr?fte geweckt – um z.B. aus einer Gefahrensituation fliehen zu k?nnen. Auch diese Reaktion ist erstmal normal und genau wie die Angst auch f?rdernd bzw. sinnvoll. Denoch ist es so, dass aus dieser Konstellation bei einigen Menschen eine Angsterkrankung entstehen kann, diese Menschen also in besonderer Form anf?llig sind. Diese Vermutung wird mittlerweile durch verschiedene Forschungsergebnisse best?tigt und man geht h?ufig von biologisch bedingten Faktoren aus.

Menschen reagieren unterschiedlich auf Stress- und Problemsituationen. W?hrend Einige hervorragend mit Stresssituationen umzugehen wei?, so bringen die gleichen Erfahrungen einen anderen Menschen ins wanken. Dieser Charakterzug, wie man beispielsweise mit Problemsituationen umgeht, ob es mich stark belastet oder ich mich vielleicht sogar wohlf?hle, scheint ein wichtiger Faktor zu sein. Was der eine als normale Problemsituation erlebt, l?st bei jemand anderen eine extreme Angst aus, die dann evtl. in einer Panikattacke endet. Dies kann sich, mehrfach erlebt, dann zu einer Angsterkrankung ausbilden.

Woher dies genau resultiert, muss im Einzelfall er?rtert werden, man wei? jedoch das z.B. fr?hkindliche Erfahrungen, Erziehung oder auch traumatische Erlebnisse einen Menschen und seinen Umgang mit Problemen und Stress extrem beeinflussen bzw. pr?gen k?nnen. Wenn man beispielsweise vom Kindesalter darauf gepr?gt war, sich stets um andere Leute Sorgen zu machen, z.B. einem problematischen Elternhaus entstammt, kann dieses „Sich Sorgen machen“ im Laufe der Zeit in eine Angsterkrankung ausarten. Andere Menschen, die evtl. stets darauf geachtet haben, einen m?glichst guten Eindruck bei anderen zu hinterlassen, halten den Druck nicht mehr aus und entwickeln eine Angst vor Hilflosigkeit oder peinlichen Situationen, die sich dann wiederrum ebenfalls in Angsterkrankungen manifestieren k?nnen. „Was passiert, wenn ich gleich umkippe und keine Kontrolle mehr habe?“ sind klasische Gedanken einer Angstst?rung.

 

Ausl?ser – Die Ursachen, die eine Angsterkrankungen ausmachen:

Die Anf?lligkeit legt die Basis, doch ist sie alleine noch keine Angsterkrankung. Diese Basis bzw. das Potential f?r eine m?gliche Panikst?rung muss aufgebaut und gen?hrt werden, womit wir bei den Ausl?sern landen. Ein Mensch, der wie eingangs erkl?rt, bereits eine Anf?lligkeit f?r eine Angstst?rung hat ist dementsprechend „offener“ f?r m?gliche Ausl?ser und Ursachen. Solche Ausl?ser k?nnen vielf?ltig sein und sind meist im Leben bzw. Werdegang des Betroffenen zu finden. Panikattacken Ursachen k?nnen z.B. sein: Ein schwerer Autounfall, der Verlust eines geliebten Menschen, Arbeitslosigkeit, eine schwierige Trennung oder andere gro?e Ver?nderungen im Leben, die als gro?e Herausforderung wahrgenommen werden. Manchmal sind es auch vergleichsweise kleine Erlebnisse, wie ein peinliches Erlebnis z.B. Erbrechen in der ?ffentlichkeit oder traumatische Ereignisse wie ein Diebstahl oder ?berfall. Diese Dinge, mit denen ein nicht-anf?lliger Mensch wahrscheinlich mit der Zeit zumindest gut klarkommen w?rde oder sie verarbeiten w?rde, k?nnen beim zuk?nftigen Angstpatienten als Ausl?ser f?r eine Angsterkrankung dienen.

Dieser Stress kann bei einem anf?lligen Menschen in einer Panikattacke enden, Angst und Panikgef?hle hervorrufen die dann das Erlebte durch die k?rperliche Symptomatik weiter verst?rken. So kommt man in eine Spirale der Angst, in einen Kreislauf der es der Angst erm?glicht, weiteren N?hrboden zu finden.

 

Aufrechterhaltung – Vermeidung – Der N?hrboden:

Bis hierhin hat der Betroffene allerdings noch keine tats?chliche Angsterkrankung. Ob anf?llig oder nicht, bisher ist es lediglich eine traumatische Erfahrung die bei dem anf?lligen Menschen evtl. eine starke Angstreaktion hervorgerufen hat bzw. vom nicht anf?lligen Menschen bereits erfolgreich verarbeitet wurde und der nach einiger Zeit keine Beachtung mehr geschenkt wird.

Problematisch wird es nun mit der Aufrechterhaltung bzw. Vermeidung, die den N?hrboden einer tats?chlichen, dauerhaften Angsterkrankung darstellt. Nehmen wir ein greifbares Beispiel: Auf dem Heimweg von der Arbeit baust Du mit dem Auto einen Unfall. Dieses, wohl f?r jeden Menschen einschneidene Erlebnis, pr?gt sich nun in deinen Kopf ein. Die logische Reaktion ist nun also, dass man zuk?nftig ein mulmiges Gef?hl hat, wenn man an dieser Stelle vorbei f?hrt, schlie?lich wird man wieder an den Unfall erinnert. Und genau da ist der ausschlaggebende Punkt: Wo der „gesunde“ Mensch nach 2 Wochen wieder normal dran vorbei f?hrt und sich zwar noch erinnert, aber kein panisches Gef?hl versp?rt wird der Angstpatient die Stra?e meiden und zuk?nftig eine andere Strecke nutzen. Exakt dieses Vermeidungsverhalten ist es aber, was die Angst und Panik aufrecht und am Leben erh?lt. Wer also anf?llig ist und beispielsweise im Supermarkt um die Ecke mal eine Panikattacke hatte, diesen in Folge dessen dann zuk?nftig meidet und zu einem anderen Supermarkt geht, legt den ersten Schritt zur handfesten Angsterkrankung und zuk?nftigen Panikattacken.

Der Betroffene best?tigt sich innerlich durch sein Verhalten, dass dieser spezielle Supermarkt tats?chlich gef?hrlich ist – auch wenn er logisch betrachtet eigentlich wei?, das es v?lliger Unsinn ist, so geht man doch auf Nummer sicher und nimmt den anderen Markt ein paar hundert Meter weiter. Des Weiteren verbaut er durch diese Vermeidung auch die M?glichkeit, das der Geist durch ein erneutes Betreten des Supermarkt begreift, das die Panikattacken nicht mit der speziellen Situation oder dem Supermarkt zusammen hingen. So begibt der Betroffene sich in eine Art Angstspirale bzw. einen Angst-Teufelskreis aus der er nur schwer entkommt.

 

 

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